
Die Aufregung war groß, als wir Ende 2014 mit offizieller Genehmigung der Straßenmeisterei unsere Nudelmessenhinweisschilder angebracht hatten.
Ein evangelischer Pfarrer kündigte an, die Templiner Kirchen würden alles tun, damit die wieder verschwinden. Ein katholischer Christ warf uns Rassismus vor, bezeichnete uns als bösartigen Karnevalsverein und sagte Templin eine schlechte Zukunft voraus. Die ganze Welt würde über uns lachen, Hohn und Spott käme über die Stadt und Templin müsse die Folgen unserer Aktion tragen.
Die Schilder mussten einiges durch machen. Sie wurden beschmiert und beklebt und ab- und umgehangen. Inzwischen wurden sie dank der Genehmigung der Stadt an deren Masten für die Städtepartnerschaften zum touristischen Wahrzeichen.
Nein, niemand hat über Templin gelacht, ganz im Gegenteil. Templin wurde über diese Schilder als weltoffen wahrgenommen und unsere Aktion erwies sich als deutschland- und weltweite Werbung für die Stadt, die unbezahlbar ist. Viele Verantwortliche in Politik und Verwaltung haben das längst erkannt und nur noch Vereinzelte haben etwas gegen uns und unsere Schilder. Vielleicht hilft es einmal zu beschreiben, wie wir Templin bekannt gemacht haben, um auch die noch umzustimmen.
Es geht los mit den sozialen Medien. Dort tauchen immer wieder Bilder von Touristen auf, die sich vor den Schildern fotografieren. Weiter geht es mit Wikipedia. Auch dort findet man ein Nudelmessenhinweisschild inkl. Hinweis auf Templin. Vor allem aber ist Templin dank der Schilder auch auf der größten internationalen Website für „Entdeckungsreisen zu den verborgenen Wundern der Welt“, dem Atlas Obscura, vertreten.
Auf Youtube ist nicht nur unser eigener Kanal beliebt. Dort hat auch der bekannte Medienanwalt Solmecke über den KdFSMD e.V. indirekte Werbung für Templin gemacht. Mit seinem Beitrag lässt sich klar nachweisen, wir wirken positiv für unsere Stadt und niemand lacht über sie. Anders kann man die weit über 5600 Daumen nach oben nicht verstehen. Lediglich 200 zeigen nach unten.
Aber das ist noch nicht alles. Auch in vielen gedruckten Medien wird über uns berichtet. So hatte im letzten Jahr das Magazin Deutsch Perfekt, das vom Goethe-Institut weltweit zum Erlernen der deutschen Sprache eingesetzt wird, in der Nummer 8/2020 einen ganzseitigen Bericht.

Die Deutsche Botschaft in Paris hat sich vorgenommen, in Frankreich für das Reiseland Brandenburg zu werben. Dazu hat es einen wunderschönen Bildband erstellen lassen, in dem Dank uns auch Templin als lohnenswertes Ziel auf die Karte gekommen ist.

Längst ist das Spaghettimonster sogar in den Unterricht eingezogen. Auf LexiTV wird berichtet, zum Abitur werden Fachreferate gehalten oder Videos gemacht. Im letzten Jahr war ein Team in Templin, dass im Auftrag des Medieninstitutes der Bundesländer einen Lehrfilm gedreht hat. Inzwischen wird der im Unterricht eingesetzt.

Nicht zuletzt wird auch in dem erfolgreichen Dokumentarfilm „I Pastafari“, der zum Dok.Fest in München Premiere hatte und seitdem weltweit über amazon, Itunes und viele andere Dienste gesehen wird, auf die Nudelmessenhinweisschilder verwiesen.
Und es geht weiter. Für den 23.02.2021 hat sich ein Team von Spiegel TV angemeldet, dass über die Kirche, die Schilder und den Evolutionsweg drehen will.
Abschließend noch ein Wort zum Träger der Schilder, der gelegentlich als nicht seriös hingestellt wird. Der KdFSMD e.V. ist eine anerkannte gemeinnützige Köperschaft. In einer Bachalorarbeit der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung in NRW mit dem Titel „Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters – Lediglich Religionsparodie oder ernstzunehmende Religions- bzw. Weltanschauungsgemeinschaft“ heißt es im Fazit:
„Die KdFSM hat es in Deutschland und in ganz Europa sehr schwer, anerkannt zu werden. Dabei erfüllt die KdFSM die Anforderungen an eine Weltanschauungsgemeinschaft in Deutschland und erst recht auf europäischer Ebene. Die Rechtsauffassungen hinsichtlich der Religionsfreiheit sind in Deutschland ebenfalls immer gespaltener. Es gibt einige Ungereimtheiten und widersprüchliche Aussagen in den einzelnen Urteilen. Die Stimmen mehren sich, dass die Religionen in Deutschland komplett gleichberechtigt werden sollten und dass der Staat nur noch wenig Einfluss auf die Bildung von Glaubensgemeinschaften haben sollte. Eigentlich garantiert der Staat auch das Bestehen selbst kleinster Religionsgemeinschaften. Doch bei den Weltanschauungsgemeinschaften wird eine Ausnahme gemacht, obwohl diese den Religionsgemeinschaften gleichgestellt sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Rechtsprechung hier entwickelt und es ist wichtig, dass die KdFSM weiter klagt. Nur so wird auf die Problematik aufmerksam gemacht und kann so gelöst werden.“
Somit wird klar, der KdFSMD e.V. ist nicht nur ein seriöser Träger, er hat auch eine besondere Stellung bei der Lösung gesellschaftlicher Aufgaben.
Damit sollten auch die letzten Zweifel verflogen sein, dass unsere Nudelmessenhinweisschilder positive Werbung für Templin sind. Sie sind längst zum touristischen Wahrzeichen geworden und werden als Zeichen der Weltoffenheit unserer Stadt wahrgenommen.
