
Was für tolle drei Tage!
Es war goldrichtig, dass wir am 20. Geburtstag unserer Kirche nur klein gefeiert und eine Nachfeier angesetzt haben.
Da war nicht nur das Wetter schöner, mit ihr haben wir auch gleich einen Rekord aufgestellt:
Erstmals in der Geschichte des deutschen Pastafaritums haben über 10 % der Vereinsmitglieder am Jahrestreffen teilgenommen!
Die Kaperfahrt
Am Freitag ging es los. Alle waren pünktlich angereist, z. T. mehrere hundert Kilometer. So konnten wir wie geplant um 14:00 Uhr das BunBo übernehmen.
Wir hatten uns das neueste Modell ausgesucht, um von Lychen aus die Seen unsicher zu machen.
Schwester Gabi hatte sich bereit erklärt, auf dem Kahn den Käptn zu machen. Der bekam erst noch eine Einweisung und eine Probefahrt, musste eine kurze theoretische Prüfung über sich ergehen lassen, dann konnte es auf die erste Erkundungstour gehen.



Die Einfahrt in den Stadthafen war ziemlich eng und der Wind ging heftig. Aber ich bin einigermaßen gut durchgekommen. Bei der Ausfahrt nicht ganz so gut, da hat der Wind dann im entscheidenden Moment tatsächlich noch den Kahn an einen Pfeiler geschoben. Monster sei Dank, ist aber nichts passiert.
Jedenfalls hatten wir erst mal was zu erzählen, als es abends in eine super gemütliche Kneipe ging. Tolle Atmosphäre, nette Bedienung, gutes Essen und als wir am Ende gegangen sind, wurden wir noch ganz lieb von der Wirtin verabschiedet, die sich sehr erfreut über den „hohen Besuch“ äußerte und ihr Erscheinen sonntags bei der Nudelmesse auf dem Marktplatz ankündigte.
Danach ging’s ins Bettchen. Die eine Hälfte hat beim Skipper vorher noch etwas ins Glas geguckt, die andere es sich auf dem Boot gemütlich gemacht und die Abendstimmung auf dem See genossen.
Sonnabend war dann große Kaperfahrt angesetzt. Das Wetter war deutlich ruhiger, fast windstill, wenn auch ein bisschen kühl.
Schwester Gabi hat wieder nachgefragt, wer mal den Kahn schippern will und Konny sich gemeldet. Eine gute Entscheidung, dieses Mal haben wir ohne jedes Anecken die Runde über den Stadtsee geschafft. Wir konnten unbesorgt auf große Fahrt gehen. Tini Tortellini als ortskundiger Skipper hat die Richtung vorgegeben.






Na klar, wenn Islayman dabei ist, gibt es auch guten Whisky. Dieses Mal war es ein Batch 17, sehr stark und sehr lecker.
Zum Mittagessen hatten wir uns in im „Kleeschen“, direkt gegenüber vom Weihnachtsmannpostamt, Plätze reserviert. Das Wetter stimmte und wir haben im Garten diniert. Natürlich haben wir anschließend auch einen Abstecher zu Tini Tortellinis Chocolaterie gemacht.
Dann war wieder Kaperfahrt angesagt, wir haben mal hier, mal da geankert und die pure Natur genossen.
Abends hatte dann der Skipper die Mannschaft nach Hause eingeladen. Das eine oder andere Getränk kam auf den Tisch, vor allem aber hatte Tini uns bekocht und persönlich das Essen kredenzt. Ihr ahnt, was es gab.


Die Nudelmesse
Sie bildete den Abschluss unserer Festtage und sollte der Höhepunkt werden, direkt vor dem Rathaus auf dem Marktplatz von Lychen. Ich denke, die Bilder unten sprechen für sich, da braucht es nicht viel Worte.
Nur etwas sollte noch erwähnt werden.
Es hatte sich herausgestellt, dass Spätzlepeter in seiner Jugend zwangsweise einem schlimmen Aberglauben ausgesetzt war. Den hat er zwar überwunden, aber um auch die letzten Reste los zu werden, brauchte es noch eine Zeremonie.
Ich hatte mich, wie ihr schon wisst, zum Exorzisten ausbilden lassen. Allerdings habe ich nur das kleine Exorzitium erworben, das für den Heiligen Geist. Mit den dabei erworbenen Kenntnissen und mit meiner Wunderwaffe, dem Exorzisty 1.0 konnte ich den dann endgültig austreiben.
Biereluja!















Sogar gesungen haben wir…..
und gemeinsam mit den Besuchern das „Monsterunser“ gebetet.
Damit war die Nudelmesse zu Ende und gleichzeitig unsere Feier zum Zwanzigjährigen. Mit herzlichen Umarmungen machte sich jeder auf den Heimweg. Es war fast wie eine Familienfeier, nur schöner.
Das Ende
Das wäre doch ein schönes Ende des Berichts gewesen, oder?
Aber es gibt noch etwas zu erzählen. Für Elli Spirelli und mich war das Pastafariwochenende noch nicht vorbei.
Wir waren gerade auf den Hof gefahren und hatten angefangen, das Auto auszuladen, da rief jemand vom Tor aus: „Arrrrgh, Bruder Spaghettus“. Es war Cancer, der die Grüße der türkischen Kirche überbringen wollte. Leider hat er übersehen, dass wir unsere Nudelmesse in Lychen gefeiert haben und ist nach Templin gekommen. Er hatte gerade ein Auto angehalten und wollte wieder zum Bahnhof, als wir angekommen sind. Also hat er den Fahrer des Wagens überredet, gleich mit zu uns zu kommen.


Wir haben noch eine Weile gequatscht, uns gefreut, dass wir uns endlich auch persönlich kennengelernt haben und etwas getrunken. Danach machten sich die beiden wieder auf den Weg.
