Fliegendes Spaghettimonster

Das Wort zum Freitag – Ein Gespenst geht um in Europa….

….das
Gespenst der Pastafarianophobie.

Wir haben es gestern gehört,
Deutschland ist ein Kirchenstaat. Nirgendwo weltweit werden Kirchen
so viel Privilegien eingeräumt, wie hier. Religionen stehen also in
hohem Ansehen bei unseren Politikern.

Nur wir, die einzig
wissenschaftliche Religion, werden übel verfolgt. Gnadenlos
bekämpfen die Amtskirchen mit Hilfe willfähriger Politiker unsere
kleine Gemeinschaft.

Erste kleine Erfolge, z.B. Mein Passfoto
mit piratiger Kopfbedeckung auf der Fahrerlaubnis, werden durch ihr
Wirken kein dauerhafter Erfolg. Immer wieder werden solche Anträge
abgelehnt.

Besonders drastisch ist das Beispiel einer
Seilschaft aus Kirche und Politik bei unseren
Nudelmessehinweisschildern. Längst genehmigt hat die das Rad der
Geschichte versucht zurück zu drehen und sie wieder abnehmen zu
lassen.

Wie anders wäre das zu erklären, als mit einer tief
um sich greifenden Pastafarianophobie, die schon an Rassismus grenzt.


Wehren
wir uns. Lassen wir uns nicht länger wie hilfloses Vieh zur
Schlachtbank führen. Zeigen wir unseren Unterdrückern, wo die Nudel
hängt. Stehen wir ein für die Gleichbehandlung von Religionen.

Kämpfen wir für die gleichen Privilegien, wie andere sie
haben.


Na
gut, auf
Genehmigung
des Schächtens
 nach
§ 4a II TierSchG können wir gern verzichten. Ebenso
auf 
Tanzverbot an
stillen Feiertagen. 


Andere
sind hingegen auch 
für
uns unverzichtbar

Ganz
wichtig ist die 
Insolvenzunfähigkeit.
Die gibt, verbunden mit dem
Vollstreckungsschutz,
ein unschätzbares Gefühl der Sicherheit, falls doch mal eine
Kaperfahrt mehr kostet als einbringt. Vor allem, wenn dann auch
noch 
Staatsleistungen in
hohem Maße an uns fließen. 


Erhöhen
können wir dieses Gefühl noch durch Wahrnehmung des
Parochialrechts.
Damit würden alle, die sich zum Pastafaritum bekennen, zwangsweise
Mitglied unserer Kirche werden. Wenn wir dann noch
das
Besteuerungsrecht dazu
nehmen und der Staat im Rahmen der Gleichbehandlung die gleich für
uns mit einzieht, gehen wir finanziell goldenen Zeiten
entgegen. 


Aber
auch rechtzeitige Nachwuchsarbeit ist wichtig, also ein klares
Bekenntnis zum pastafarianischen 
Religionsunterricht.
In die gleiche Rubrik fällt das Recht, 
Rundfunkräte in
die Medienanstalten zu senden. Auch das Recht, eben solche Beiräte
in den 
Ethikrat des
Bundestages zu senden, in 
Jugendhilfeausschüsse und
andere. 


Die 
Dienstherrenfähigkeit,
verbunden mit 
kirchlichem
Sonderarbeitsrecht
 wäre
auch 
nicht
zu unterschätzen
.

Es
ist zwar fast ausgeschlossen, dass jemand von uns friedfertigen
Pastafari zur Armee geht, aber sollen wir deshalb auf
pastafarianische Militärseelsorge
verzichten?


Ihr
seht, wir haben noch viel Arbeit vor uns.


Oder
wäre es vielleicht doch besser, die Gleichbehandlung zu erreichen,
indem alle diese Privilegien komplett aufgehoben werden? Ist es
überhaupt möglich, all das allen Religions- und Weltanschauungen in
gleichem Teil zukommen zu lassen? Ist nicht wirkliche
Gleichberechtigung nur möglich, in dem niemand Privilegien
bekommt?

Ich denke, ja. Deshalb fordern wir Gleichbehandlung
nicht auf dem Niveau der Großkirchen, sondern auf unserem.
Nehmt
den Kirchen den Status der Körperschaft des öffentlichen Recht und
macht sie zu eingetragenen Vereinen mit den gleichen Rechten und
Pfichten, wie wir sie haben.
Nehmt den Kirchen alle Sonderrechte
und beendet dir Rolle der Religion in der Politik. Nur so werden wir
ein starkes und gesundes Land.