Fliegendes Spaghettimonster

Nudelmessenwinterpause

Es gibt sie schon seit ein paar Jahren, aber immer wieder gibt es noch Fragen zum „Warum”.
Da fange ich mal ganz vorne an.

Die Papst-Al-Zarkawi-I.-Gedächtniskirche in Templin war nicht nur die erste pastafarianische Kirche weltweit, sie ist bis heute die einzige, in der regelmäßig am Freitag Nudelmessen angeboten werden.

Es gibt mit der Blue Church in Australien noch eine andere bekannte Kirche die auch gern von Touristen besucht wird. Nudelmessen gibt es dort jedoch nicht.

In Russland gab es in Nischni Nowgorod eine Bar, die auch als Kirche des FSM eingerichtet war. Jeden Freitag gab es dort ein Pastagericht und ein Bier zum Niedrigpreis und es wurde diskutiert. Messen gab es aber nicht.

In Deutschland gibt es eine FSM-Kapelle in Südoldenburg. Dort werden Nudelmessen gehalten, allerdings nur nach vorheriger Anmeldung. Das entspricht genau unserer Nudelmessenwinterpause, denn auch bei uns gibt es in dieser für Gruppen bis zu 10 Personen die Möglichkeit, sich anzumelden.

Im Sommer ist das bei uns anders.
Von März bis Oktober stehen wir jeden Freitag bereit, kochen Spaghetti (jeder nur ein Spaghetti!), setzen unser Piratenbegrüßungskommando auf die Zaunspfähle und warten auf Gäste.
Die kommen fast immer, in diesem Jahr hatten wir lediglich an drei Freitagen keine Besucher. Dafür an anderen schon mal so viel, dass wir die Messe im Freien feiern mussten.

Das wäre im Winter viel zu ungemütlich, selbst wenn es nicht gerade regnen oder schneien würde.

Genauso wichtig wie die Messen sind uns die Gespräche danach. Manchmal sitzen wir noch zwei Stunden nach der Messe unter den Nussbäumen und diskutieren über das Monster und die Welt.
Das wäre im Winter nicht möglich, denn selbst in der Kirche ist es dann viel zu kalt, dazu noch feucht. Viele Dinge, die den ganzen Sommer über dort sind, müssen über Winter ausgelagert werden.

Im Winter kommen auch deutlich weniger Besucher.
Die bestehen im Wesentlichen aus zwei Gruppen:
Templintouristen, die durch unsere Nudelmessenhinweisschilder angelockt werden und Pilger, die extra wegen der PAZ-Gedächtniskirche nach Templin kommen. Die erste Gruppe fehlt im Winter fast völlig.

Wir opfern viel Freizeit, um die Messen zu halten. Das Wochenende beginnt für uns, obwohl wir nicht mehr arbeiten müssen, immer erst am Freitagnachmittag. Dann soll sich das Warten wenigstens lohnen.

Es gibt also wirklich gute Gründe, für die Nudelmessenwinterpause, und wir – Elli Spirelli und ich – hoffen, ihr versteht das.

Und außerdem: Wie schon oben gesagt, sind nach telefonischer Absprache auch Ausnahmen möglich.

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