Ein bissfest Burg ist unser Gott
Text und Musik: Martin Nudler (1515)
Ein bissfest Burg ist unser Gott
Er braucht nicht Wehr noch Waffen
Zu helfen uns aus aller Not.
Das könn` wir selber schaffen.
Der altersschwache Feind
wird schon von uns beweint
Groß Macht und viel List
Ihm abgegangen ist
Den können wir bald streichen.
Mit unsrer Macht geht’s gut voran
Wird täglich neu geboren
Es streitet für uns jedermann
Dem nicht der Geist verdorben.
Fragst du, wie das ist
Wenn du Selbstdenker bist?
Wenn dir kein Dogma droht?
Dann wirst du selbst zum Gott
Und kannst dein Feld behalten.
Und wenn die Welt voll Götter wär
Und voll mit Priesterlingen
Die können uns schon lang nicht mehr
Das Hirn wie Filz verschlingen
Der Fürst dieser Welt
Wird von uns gestellt
Gottesreiche gibt’s nicht
Wir sind selbst Gericht
könn´selber Urteil fällen
Kein Wort soll unverändert stahn
Entwicklung soll es immer haben
So wills der große Lebensplan .
Aus unsrem Geist und Gaben
Will wer unsren Leib
Gut, Ehr, Kind und Weib,
Wir gebens nicht hin
Stets ist unser Sinn
Selbstbestimmend zu bleiben.
