Fliegendes Spaghettimonster

Der Nudelmessensommer geht vorbei

Nudelmessensommer

Langsam geht der Sommer vorbei.

Freitag für Freitag hatten wir uns auf die Nudelmesse vorbereitet und immer ist jemand gekommen.

2026 hatten wir das erfolgreichste Besucherjahr seit der Weihe unserer Kirche. Die kamen vor allem aus Deutschland, aber auch aus der Türkei, aus Russland, aus den Niederlanden, aus Belgien und aus den USA.

Das wird sich nun langsam ändern. Wir sind zur Touristenattraktion geworden und mit dem Ferienende sind weniger Touristen in der Stadt. Nun kommen die Besucher in der Überzahl, die extra wegen uns nach Templin kommen.

In der Zeit fällt es deutlich schwerer, sich immer wieder zu motivieren und, wenn wir ganz ehrlich sind, denken wir manchmal schon: Heute braucht mal niemand zu kommen.

Aber immer wieder passiert auch etwas, was uns dann neu motiviert.
Das eine ist der Erfolg der Messen, das andere die Erlebnisse mit den Besuchern. Immer wieder lernen wir neue, interessante Menschen kennen. Manche kommen sogar öfter und man lernt sich näher kennen.

So war es auch an diesem Freitag.

Als es klingelte, standen zwei Frauen, zwei Männer und ein Hund vor dem Tor. „Na, erinnerst du dich noch an uns?“, wollte der junge Mann gleich von mir wissen. Ich war etwas erleichtert, als seine kleine Schwester ohne die Antwort abzuwarten gleich weiter sprach: „Wir haben ein Geschenk mitgebracht“.

Es brauchte eine Weile, bis mir langsam wieder eine Erinnerung kam. Vielleicht lag es daran, dass beim letzten Mal der Hund noch nicht dabei war. Noch wahrscheinlicher ist aber, das Geschenk hat mich erst mal sprachlos gemacht. Seht selbst:

Da kann es einem schon mal die Sprache verschlagen, oder?
Ein wunderschöner Monsterteller von stattlichen 42 cm, selbst angefertigt vom älteren Herrn.

Der durfte dann auch noch etwas nachholen, was wir beim letzten Mal vergessen hatten. Nun steckt eine weitere Flagge auf unserer Besucherkarte in den USA.

Als wir einen Aufhänger suchten, kam eine klare Botschaft: Wir stehen nicht auf Sachen, die man nicht auch gebrauchen kann. Nehmt ihn mit in die Küche und esst davon.

Na, bei der Größe können locker gleich vier Leute gleichzeitig Spaghetti essen. Vielleicht probieren wir das wirklich mal aus.

Vielleicht sogar, wenn die fünf das nächste Mal kommen.
Dass sie wieder kommen, haben sie schon angekündigt.

Biereluja!

Schreibe einen Kommentar